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Agrartrend

Schäfchen-, Schleier- oder Schichtwolke?

31.08.2020
 

Der Blick in den Himmel – so fängt der Tag vieler Landwirte an. Denn auch in Zeiten moderner Wettervorhersagen ist die Bestimmung von Wolkenformationen ein hilfreiches Mittel zur Einschätzung des Wetters.

Welche Wolke macht welches Wetter? Heutzutage verlassen sich die meisten Land- und Forstwirte auf Wettervorhersagen der modernen Meteorologie. Schließlich hängen zahlreiche landwirtschaftliche Maßnahmen, wie Aussaat, Ernte oder Pflanzenschutzmaßnahmen vom Wetter ab. Früher waren Wettervorhersagen allerdings deutlich ungenauer. Wolkenkunde, also die Bestimmung von Wolkenformationen und der damit einhergehenden Entwicklung des Wetters, war daher weit verbreitet. Zu Recht, denn aus den meisten Wolkentypen kann man erstaunlich viel „herauslesen“.

Schäfchenwolken/Cirrocumulus

Cumuluswolken sind ein Zeichen für schönes Wetter. Für Segelflieger sind Schäfchenwolken willkommene Anzeiger von Aufwinden. Am frühen Morgen können sie allerdings auch auf die Bildung von Gewittern hindeuten. Normalerweise entstehen Cumuluswolken aber erst im Tagesverlauf, wenn die Sonne den Boden genügend aufgeheizt hat.

Tiefe Schichtwolken/Stratus

Alles grau und diesig - so sieht es aus, wenn sich tiefe Schichtwolken, auch Stratus genannt, gebildet haben. Sie kündigen meist schlechtes Wetter an. Eine durchgehend graue Wolkenschicht mit ziemlich einförmiger Untergrenze, aus der Sprühregen oder auch kleine Schneekristalle fallen können.
 

Schleierwolken/Zirrostratus

Zirrostratus, auch Schleierwolken genannt, bestehen aus feinen, durchscheinenden Eiskristallen. Sie sehen aus wie dünne Fäden, Schleier oder Federn. Schleierwolken befinden sich hoch am Himmel zwischen 5 und 13 Kilometern und sind meist ein Anzeichen für eine Verschlechterung des Wetters. Legen sich die Wolken wie ein weißer Schleier vor die Sonne, gibt es spätestens nach 36 Stunden Regen.

Gewitterwolke/Cumulonimbus

Gewitter, aber auch Regen, Hagel oder Schnee – taucht der Cumulonimbus auf, kann man sich auf einiges gefasst machen. In einer Gewitterwolke herrschen starke Auf- und Abwinde. Es gibt ein Gedränge aus Wassertropfen und Eiskugeln, die aneinander reiben. Es baut sich ein Spannungsfeld von einigen hundert Millionen Volt auf, das sich schließlich mit einem gewaltigen und "blitzschnellen" Kurzschluss entlädt.

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