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Agrartrend
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Unsere Welt in Zahlen

02.03.2020
 

Die Entwicklung der Weltbevölkerung über die letzten Jahrhunderte kann sich sehen lassen: Weltweit hat sich die Lebenserwartung seit 1800 mehr als verdoppelt. Durch den gesteigerten Ertrag pro Hektar konnten mehr Nahrungsmittel produziert und Hungersnöte weltweit in großen Teilen bekämpft werden. Bleibt die Frage: Können wir diese positive Entwicklung auch bei einer stetig steigenden Weltbevölkerung beibehalten?

Entwicklung Lebenserwartung

32 Jahre – so alt wurden Menschen durchschnittlich im Jahr 1900. Heute werden wir mehr als doppelt so alt. Medizin und Landwirtschaft haben sich seit der Industrialisierung erheblich weiterentwickelt. Sowohl tödliche Krankheiten als auch Hungersnöte konnten in vielen Ländern der Erde erfolgreich bekämpft werden. Während früher viele Menschen durch Mangelernährung und Krankheit schon im Kleinkindalter verstarben, werden heute immer mehr Menschen sogar über hundert Jahre alt. 

Quelle: University of Oxford, Our World in Data

Entwicklung Ertrag pro Hektar

Mit der Weiterentwicklung der Pflanzenforschung, dem Einsatz moderner Landmaschinen und Pflanzenschutz, konnte der Ertrag pro Hektar in fast jeder Anbausorte in den letzten Jahrzehnten erheblich gesteigert werden. Besonders beeindruckend gelang dies bei Getreide, Reis und Soja. Schimmel, Pilze und schlechte Lagermöglichkeiten konnten in der Vergangenheit ganze Ernten zerstören. Ein Beispiel: 1845 bis 1851 vernichtete ein Pilz den Großteil der Kartoffelernte Irlands. Die dramatische Folge: Durch Hungertod und Emigration halbierte sich die irische Bevölkerung von 8,1 auf 4 Millionen Einwohner. Heute können Ernten besser geschützt werden. In Indien wird zum Beispiel auf etwa 900.000 Hektar Hirse angebaut, die durch Fortschritte in der Pflanzenzucht gegen Mehltau resistent ist. 

Quelle: FAO

Entwicklung Fleischkonsum

Mit der positiven Entwicklung der Weltbevölkerung und dem einhergehenden gehobenen Lebensstandard in vielen Ländern der Erde, können sich immer mehr Menschen tierische Produkte und Fleisch leisten. So legte in den vergangenen Jahrzehnten die globale Fleischproduktion stark zu: Seit 1965 hat sie sich von damals 84 Millionen Tonnen auf 336 Millionen fast vervierfacht. Auch der Pro-Kopf-Konsum kletterte von rund 25 Kilogramm im Jahr 1965 um gut 73 Prozent auf über 43 Kilo in 2018.

Quelle: FAO

Entwicklung Bevölkerungswachstum

Eine bessere Ernährung, weniger Sterbefälle durch wirksame Medizin, aber auch durch weniger kriegerische Konflikte – all das lässt nicht nur die Lebenserwartung, sondern in Kombination mit einer steigenden Geburtenrate auch die Bevölkerung wachsen. Während 1950 „nur“ 2,5 Milliarden Menschen die Erde bevölkerten, gehen Hochrechnungen davon aus, dass 2050 zirka neun Milliarden Menschen auf unserem Planeten leben werden. Im Angesicht der stetig steigenden Weltbevölkerung stellt sich die Frage, ob wir den weltweiten heutigen Lebensstandard auch in Zukunft werden halten können. 

Quelle: United Nations, Department of Economic and Social Affairs, Population

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